Die Kunst des Verbindens von Mezza—Maiso

Mezza—Maiso versteht es, Brücken zwischen Disziplinen zu schlagen. Das beweist das Team rund um Verena Wohlkönig und Jürgen Hamberger in ihren Interior Design Projekten, aber auch beim Zusammenstellen ihrer Collectibles. Ihr Ansatz geht dabei weit über das bloße Gestalten hinaus – sie setzen Design in Beziehung zu Kunst, Architektur und kuratorischen Konzepten. Wie etwa in ihrer Inszenierung rund um die Limited Edition des Gropius Lounge Chairs: eine Fotostrecke zwischen Kunst und Design.

Collect them!

Welche Objekte sind es eigentlich Wert gesammelt zu werden? Mezza—Maiso liefert regelmäßig Antworten darauf. Neben ihren visionären Einrichtungskonzepten, wie etwa für das Hotel Nils am See, kuratieren und entwerfen sie nämlich auch selbst handgearbeitete Möbel und Accessoires. Zuletzt etwa den Gropius Lounge Chair, der aus einer Zusammenarbeit mit der ukrainischen Marke NOOM entstanden ist. Mezza—Maiso hüllte ihn in ein Bauhaus-inspiriertes, auf zehn Stück limitiertes Design mit Stoff aus einer französisch-italienischen Kollaboration

Kreative Symbiose

Und nun setzt Mezza—Maiso die Gropius Lounge Chair Sonderedition gemeinsam mit Kunstkennerin Paula Watzl in Szene. Mit dem Projekt Objekt—im Kunstraum lassen sie Kunst und Design in Dialog miteinander treten und halten die entstandenen Szenen fotografisch fest.

Da die abstrakte Kunst im Austausch mit einem Designobjekt bestehen muss, wird sie anders erlebbar – und vice versa. Der stille Dialog von Kunst und Design kann dazu anregen, gewohnte Sichtweisen zu hinterfragen

Paula Watzl

Der Gropius Lounge Chair wurde hierfür mit den Werken der drei Künstler*innen Robert Lettner (Kunsthandel Giese und Schweiger), Julia Brennacher und Michael Ornauer (Galerie SUPPAN) zusammengeführt. Unterschiedliche Geschlechter und unterschiedliche Karrierepunkte der Künstler*innen waren dabei ebenso wichtige Auswahlkriterien wie eine ausgewogene Balance zwischen Harmonie und Spannung in Bezug auf Form und Farbe der Kunstwerke im Zusammenspiel mit dem Lounge Chair.

Das Ergebnis? Eine Fotostrecke, die dazu anregt, darüber nachzudenken, was passiert, wenn Design und Kunst auf gleicher Ebene zusammengeführt werden.

Wirkt das Kunstwerk nahbarer, wenn ein Mobiliar davor oder daneben platziert wird? Und kann es sein, dass der Lounge Chair selbst nun selbst auch als zeitgenössisches Ausstellungsstück wahrgenommen wird?

Wir freuen uns immer über interdisziplinäre Projekte und fördern die breite Wahrnehmung von Kunst und Design, wo es geht.


Jürgen Hamberger

Fotos: Mezza—Maiso, Sera Sara